Wenn der 13-jährige Simon und seine Mutter Petra um die Ecke flitzen, sind sie schon ein echter Hingucker. Schnell bildet sich um die beiden eine kleine, neugierig staunende Menschentraube. Dabei führt das Gespann keine Kunststücke vor oder zeigt atemberaubende Zaubertricks.
Simon und seine Mutter sind stolze Besitzer eines faltbaren Bernds-Tandems und sind regelmäßig mit ihrem knallrotem Gefährt unterwegs. Simon selbst kann kein Fahrrad fahren. Der selbstbewusste und aufgeweckte Junge hat das Down-Syndrom.
„Wir haben das Tandem vor etwa eineinhalb Jahren für Simon angeschafft und sind total zufrieden. Wir besitzen ein Rad mit großen und stabilen Stützrädern, aber Simon kann damit nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Ihm fehlt einfach die Übersicht“, erklärt seine Mutter, der bei einem Ausflug schon häufiger ein Schreck in die Glieder gefahren ist, wenn ihr Sohn umzukippen drohte oder einfach nicht rechtzeitig bremsen wollte.
Auf dem Tandem allerdings fühlen sich die beiden Radler nicht nur sicher, sondern sichtlich wohl. Lenker und Sattel lassen sich beliebig verstellen, das Rad ist unkompliziert und leicht zu handhaben und optimal auf die Bedürfnisse der jeweiligen „Piloten“ anpassbar.
„Ohne das Rad würden wir keine Touren machen“, sagt Petra Hemminghaus. Mit dem Rad allerdings machen sich Mutter und Sohn regelmäßig auf den Weg zu Krankengymnastik, Schule oder in die Stadt. Wenn es anstrengend wird, schaltet sie einfach den Elektroantrieb dazu.
Und auch im Urlaub ist ihnen das Tandem ein treuer Begleiter. Mit einem Faltmaß von etwa 130 x 60 cm lässt es leicht verstauen und bietet am Urlaubsort wieder maximalen Fahrkomfort.