Quer durch alle Kontinente

Vor fünf Jahren ist Rainer auf der Suche nach einem Reise-Rad. Dem über 1,90 Meter großen Ambitionisten fällt das Bernds Faltrad auf, weil die Rahmenlänge passend zur Körpergröße gefertigt wird. Um sich abzusichern, recherchiert er in Blogs und Foren und findet schließlich „mit Bernds auf der richtigen Seite zu sein.“ – und bei seinem Vorhaben ist dieses Urteil eine echte Ehre.

Per Anhalter durch die Wüste

Ebenfalls in einem Forum findet Füllgrabe einen Mitfahrer. Man kannte sich nicht, aber der Zeitraum und die Strecke haben gepasst. Also ging es los, nach Südamerika, um nicht weniger zu tun, als den ganzen Kontinent zu durchqueren. Mit seinem Faltrad.

„Manchmal hat man dann doch den Daumen raus gehalten, und auch wenn die meisten ein Pickup hatten: einmal war es ein Golf, wo man sich gefreut hat, dass man sein rad falten kann.“, erzählt der Kontinentaldurchquerer.

Wie schafft man sowas?, fragen wir. Natürlich nicht aus der Couch heraus. Füllgrabe ist generell sehr gut trainiert, 10.000 Kilometer im Jahr, mehrere Räder – er ist ein echter Radler.

„Gebremst habe ich nur, weil das Krankenhaus dann doch weit weg ist“

Sein Bernds ist voll ausgestattet. Mit Rohloff, Lowrider-Gepäckträger vorne und Brompton Trägerblock. Und trotz – oder vielleicht gerade wegen des vielen Gepäcks – ein sicheres Fahrgefühl. „Am Berg ging es ein Stück die Küste entlang, bergab. Es war frisch asphaltiert und öfter habe ich die 75 Km/h-Marke geknackt.“, erklärt Füllgrabe als wir fragen, was er mit „Wie auf Schienen“ meint.

„Gut, dass die Magura HS 33 Scheibenbremsen funktioniert haben. Genau so oft habe ich aber auch Berge hoch geschoben. Aber im Prinzip habe ich nur gebremst, weil das Krankenhaus in der Heimat auf einem anderen Kontinent dann doch ziemlich weit weg ist.“
Finden wir auch.

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