Was man von einem Tandem nicht erwartet

Tandem fahren ist doppelt so anspruchsvoll? Nein. Tatsächlich bringt es sogar Menschen zum Rad fahren, die es alleine nicht könnten und bringt Radlerinnen und Radler, die besondere körperliche Anforderungen haben, überhaupt erst wieder zurück zum Sattel. Aber ganz von vorne.

Wo man Tandems noch ausleiht

Tandems ausleihen kann man in den fast allen Städten und Urlaubsregionen. Genau deshalb, vermuten wir,  entsteht dieses weit verbreitete Bild vom schwerfälligen Rad-Ungetüm, das man sich höchstens zum Spaß einmal ausleiht. Die wenigsten erwarten hier ein Hobby mit Suchtpotenzial.

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Ein eigenes Tandem anschaffen? Meist erst mit einer gewissen Lebenserfahrung. Denn: ein Tandempartner muss man schließlich erst einmal gefunden werden. Und spätestens, wenn man sich mit den vielen, am Markt erhältlichen Modellen beschäftigt, ist man überrascht. Was? Tandems können kompakt, wendig und spaßgeladen sein – wie soll das gehen? Ungefähr so.

Wer nicht nebeneinander, sondern hintereinander radelt, teilt sich Roll- und Luftwiderstand. So erreicht man mit ungeahnter Leichtigkeit ein flottes Tempo. Es sollte also nicht schwerer sein ein Tandem zu fahren, sondern leichter: Je kompakter ein Tandem, desto einfacher und wendiger ist es zu fahren und umso mehr spürt man diesen Effekt.

Warum Tandem fahren so fasziniert

Neben dem bequemen, flotten Fahren und problemlosen längeren Touren, ist jede Tandemtour vor allem: echtes, gemeinsames Erleben.

Man spürt hautnah, wo man fährt, atmet gemeinsam die selbe Luft, sieht das selbe und hat dank der effizienten Eigenschaften auch noch genügend Puste, um entspannt alle Eindrücke zu teilen oder den nächsten, spontanen Abstecher zu planen. Die Strecke wird gemeinsam bestritten, das schweißt zusammen. Wer Tandem fährt, lebt das gemeinsame Unterwegs Sein erst so richtig aus.

Wir haben noch keine Tandem-Kunden erlebt, die nicht total begeistert waren. Mit jedem Jahr und vielen Kilometern mehr auf dem Riemen, bei jedem Wiedersehen versprühen sie alle noch mehr Begeisterung. Unaufhaltsam, wie Tandemfahrer sind.

Endlich wieder Rad fahren können

Für jeden mit Gleichgewichtsstörungen, Beeinträchtigung des Sehens oder der Beweglichkeit ist Radfahren eine schwierige Angelegenheit. Wer sich alleine auf einem Rad nicht mehr sicher fühlt, für den ist ein Tandem daher die perfekte Möglichkeit: Das Gleichgewicht halten, lenken und entscheiden – das übernimmt der Lenker. Man fährt entspannt und kann das gemeinsame Erlebnis genießen – und dabei genau so in die Pedale treten, wie der Lenker.

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Simon selbst kann kein Fahrrad fahren. Der selbstbewussteund aufgeweckte Junge hat das Down- Syndrom. Mit einem Tandem fahren er und seine Mutter jetzt wieder täglich zur Schule. Hier auf dem Foto die ersten Runden mit Thomas, damals noch in Detmold.

Diese Ansprüche gehören für uns seit vielen Jahren zum Alltag, und wir sind selbst immer wieder überglücklich, wenn das einfache Handling, der kleine Wendekreis und das sichere Fahrgefühl Menschen wieder zum Radfahren bringt, die vielleicht schon nicht mehr daran geglaubt hatten.

Keine Angst vor kleinen Rädern

Genau diese, höchsten Ansprüche an das Fahrgefühl und die Benutzbarkeit eines Tandems zeigen uns immer wieder die Vorteile der 20“ Räder. Die geringere Kreiselkraft macht es leichter das Gleichgewicht zu halten. Der tiefere Schwerpunkt des ganzen Rades verstärkt das nochmals. Der Rollwiderstand ist geringer, die Federung dank der Hochdrucktechnologie ist besser als bei 24“ oder 26“ Rädern. Durch ihre geringere Größe sind 20“ Räder stabiler, bringen weniger Gewicht auf die Waage und das Rad wird insegesamt angenehm klein.

Für den Transport, aber auch für das Fahrgefühl: der kleinere Wendekreis macht unsere Tandems so leicht zu wenden, wie ein normales, großes Rad. Mehr Treten? Nein, auch das nicht – eine entsprechend andere Übersetzung macht 20“ Räder genau so effizient wie größere.

Und nicht zuletzt sind die Straßen heute um so vieles besser: Die 24“ Radgröße, die fast vor 100 Jahren für städtisches Kopfsteinpflaster und Hartgummi-Reifen eingeführt wurde, braucht heute keiner mehr. Wer ein praktisches Rad hat, das man leichter mitnehmen kann, fährt ohnehin viel mehr. Das berichten uns alle Kunden; von Faltrad über unser Dreirad bis zum faltbaren Lastenrad.