Ein Rad, das eine extrem geringe Durchstiegshöhe hat, zum einfachen Aufsteigen. Das ist unsere Gretel. Dass sie besonders schick daherkommt, hören wir oft und gerne – denn das war unser Auftrag.
Gretel ist entstanden, weil wir unseren Kunden zugehört haben.
Wir durften schon viele Menschen mit Handicaps kennenlernen. Sie alle haben uns ihre ganz persönliche Geschichte erzählt, während wir nach ihren Bedürfnissen fragten. Eines davon hat uns, zugegeben, erst überrascht.
Alle sagten: „Nur, weil ich ein Handicap habe, möchte ich nicht auch noch mit einem hässlichen Rad abgestraft werden. Und die meisten Modelle für besondere Ansprüche sehen aus wie Inventar aus einem Krankenhaus.”
Verstanden.
So machten wir uns daran, Gretel zu gestalten. Ein Rad, das nicht nur bequem ist dank des geringen Durchstiegs und dem sehr sicheren Fahrgefühl, sondern vor allem: schick.
Gretel passt zur Fahrerin und zum Fahrer, und Gretel passt sich an. Einfach, sicher und bequem.
Daher möchten wir alle, die noch auf der Suche sind nach einem sicheren Begleiter, ermutigen: Bleiben Sie bei Ihren Ansprüchen. Gehen Sie keine Kompromisse ein. Seien Sie auf die Art unterwegs, wie Sie wollen.
„Die meisten Dreiräder sehen aus, als könnte man hinten eine Stange zum Lenken anbringen“, findet Sabine, „wie bei diesen Kinderrädern.“ Ihre Suche nach einem gut aussehenden Tricycle
mit Elektroantrieb hat länger gedauert als geplant. Denn es sollte zu ihr passen, Stil haben und wirklich sicher sein.
2014 die Erlösung: Sie gehört zu den ersten Besitzerinnen eines PickUp von Bernds, in perlmuttweiß. Sie nutzt es täglich, ob zum Einkaufen oder für den Weg ins Büro.
Wie ein sicheres Dreirad dank Stabilisierung funktioniert
„Für alle, die besonders sicher unterwegs sein wollen oder müssen, ist ein Dreirad das Rad der Wahl“, weiß Thomas Bernds, der Faltradentwickler aus Leidenschaft. Aufgrund zahlreicher Kundenanfragen hat er das Tiefeinsteiger-Modell Gretel zum Dreirad weiterentwickelt – und dabei „das Design an oberste Stelle gesetzt“. Gehört hatte er nämlich ganz schön häufig, dass die meisten Dreiräder leider „eher den Charme von Krankenhaus-Inventar versprühen“.
Ebenso wichtig war dem Entwickler aber auch die Sicherheit beim Fahren. „Nimmt man einfach nur drei Räder, so läuft in Kurven das äußere Rad schneller als das Innere“, erklärt Bernds. Das könne zu gefährlichen Situationen führen. „Vor allem wenn man hektisch gegenlenkt, kann ein Dreirad durchaus umkippen.“ Daher hat Thomas das entwickelt, was ein namhafter Autohersteller erst nach einem schief gelaufenen Elchtest hinbekommen hat, ein Stabilisierungssytem. „Man könnte es Mechanisches Stabilisierungs Programm nennen“, fachsimpelt der Radprofi. Dabei werde die Kraft über eine Trommelbremse auf die Starrachse übertragen und somit das äußere Rad in der Kurve abgebremst. Je schneller, umso kräftiger. Eine einfache und zuverlässige, aber bisher einzigartige Lösung.
Sabine ist mit ihrem schicken Rad zufrieden. Nicht zuletzt auch wegen der Körbe, in denen sie viel Platz für Akten und Einkäufe hat. Hier ist auch der Akku für den Elektroantrieb versteckt. Den schaltet sie nach eigenem Bekunden übrigens nur zum Bergauffahren zu. Und wenn es mal weiter weg gehen soll, lässt sich das PickUp auch schnell zusammenfalten. Denn das gehört zum Konzept von Bernds: Ob Tandem, Lasten- oder Dreirad, alle Modelle sind Falträder.
Ein Tandem kaufen ist leicht, einen Partner zum Tandem-Partner machen ist schwer. Wir wollen Ihnen, weil wir das selbst lernen mussten, ein paar Dinge mit auf den Weg geben, damit Sie vermeiden können, dass Ihr Partner sich allzu schnell runtergestoßen fühlt.
Lektion 1: Niemand will gezogen werden.
Versuchen Sie von Anfang an zu vermeiden, dass der andere sich mit der Idee übertrumpft fühlt. Gerade, wenn Sie vielleicht sonst bei Radtouren die oder der Trainiertere sind, oder generell sportlicher – ihr Partner könnte, wenn Sie jetzt allzu begesitert mit dieser „Ich habe da eine gute“–Idee auftauchen, das Bild des Mitgezogenen vor Augen haben. Und das will niemand.
Zügeln Sie sich ein wenig, und gehen Sie behutsam vor.
Lektion 2: Unterstreichen Sie die gemeinsame Aktivität.
Auf dem Tandem rücken Sie buchstäblich näher zusammen. Viele haben Angst, der Schwächere zu sein – aber genau das Gegenteil ist der Fall! Ein Tandem ist perfekt geeignet, um selbst große Trainingsunterschiede auszugleichen! Das aber nur am Rande.
Wenn überhaupt, dann ist das Tandemfahren eine gemeinsame Aktivität, viel mehr noch als Sport. Und nach Aktivitäten ist man doch eher auf der Suche, oder? Fangen Sie doch einfach mal an, von Orten zu sprechen, die Ihr Partner mag, an die er sich wünscht. Das Tandem kann dann ganz zufällig in dieses Bild hereinfahren.
Lektion 3: Miesepeter nach vorne.
Manchmal hat man einfach einen schlechten Tag. Thomas und ich haben an diesen Tagen mit der Zeit etwas festgestellt. Ist einer von uns vor einer Tandemfahrt schlecht gelaunt, darf er auf keinen Fall hinten sitzen. Denn wer sich gerade schon nicht ganz auf der Höhe fühlt, bei dem sinkt die Laune noch schneller in den Keller.
Andersrum ist es, wenn man die Plätze tauscht. Gegen ein Stimmungstief helfen meistens schon ein paar Minuten „das Steuer wieder in der Hand halten“ und sich wieder größer fühlen. Deshalb haben wir diese einfache Regel entwickelt: Wer schlechte Laune hat, muss vorne sitzen. Der jeweils Gutgelaunte ist für die Einhaltung dieser Regel zuständig. Wir verraten Ihnen allerdings nicht, wer bei uns meistens welche Rolle hat.
Wer sitzt wo
Es gibt zwei Positionen auf dem Tandem: Den Lenker und den Stoker. Beide treten in die Pedale und steuern so zum Vorankommen bei. Lenker ist in aller Regel der oder die Vordere, es sei denn, wir haben mal wieder einen Spezialauftrag und einen Hinterlenker gebaut.
Probefahrt sagt mehr als tausend Worte
Organisieren Sie beispielweise einen Ausflug zum Bodensee und vereinbaren Sie einen Termin zur Probefahrt mit uns. Reden kann man über Fahrgefühl nämlich viel. Fahrgefühl erleben, das muss allerdings jeder selbst.
Und keine Sorge: Nach Jahrzehnten von Erfahrungen mit Tandem-Interessenten können wir Ihnen versichern: Es macht absolut süchtig.
Tandem fahren ist doppelt so anspruchsvoll? Nein. Tatsächlich bringt es sogar Menschen zum Rad fahren, die es alleine nicht könnten und bringt Radlerinnen und Radler, die besondere körperliche Anforderungen haben, überhaupt erst wieder zurück zum Sattel. Aber ganz von vorne.
Wo man Tandems noch ausleiht
Tandems ausleihen kann man in den fast allen Städten und Urlaubsregionen. Genau deshalb, vermuten wir, entsteht dieses weit verbreitete Bild vom schwerfälligen Rad-Ungetüm, das man sich höchstens zum Spaß einmal ausleiht. Die wenigsten erwarten hier ein Hobby mit Suchtpotenzial.
Ein eigenes Tandem anschaffen? Meist erst mit einer gewissen Lebenserfahrung. Denn: ein Tandempartner muss man schließlich erst einmal gefunden werden. Und spätestens, wenn man sich mit den vielen, am Markt erhältlichen Modellen beschäftigt, ist man überrascht. Was? Tandems können kompakt, wendig und spaßgeladen sein – wie soll das gehen? Ungefähr so.
Wer nicht nebeneinander, sondern hintereinander radelt, teilt sich Roll- und Luftwiderstand. So erreicht man mit ungeahnter Leichtigkeit ein flottes Tempo. Es sollte also nicht schwerer sein ein Tandem zu fahren, sondern leichter: Je kompakter ein Tandem, desto einfacher und wendiger ist es zu fahren und umso mehr spürt man diesen Effekt.
Warum Tandem fahren so fasziniert
Neben dem bequemen, flotten Fahren und problemlosen längeren Touren, ist jede Tandemtour vor allem: echtes, gemeinsames Erleben.
Man spürt hautnah, wo man fährt, atmet gemeinsam die selbe Luft, sieht das selbe und hat dank der effizienten Eigenschaften auch noch genügend Puste, um entspannt alle Eindrücke zu teilen oder den nächsten, spontanen Abstecher zu planen. Die Strecke wird gemeinsam bestritten, das schweißt zusammen. Wer Tandem fährt, lebt das gemeinsame Unterwegs Sein erst so richtig aus.
Wir haben noch keine Tandem-Kunden erlebt, die nicht total begeistert waren. Mit jedem Jahr und vielen Kilometern mehr auf dem Riemen, bei jedem Wiedersehen versprühen sie alle noch mehr Begeisterung. Unaufhaltsam, wie Tandemfahrer sind.
Endlich wieder Rad fahren können
Für jeden mit Gleichgewichtsstörungen, Beeinträchtigung des Sehens oder der Beweglichkeit ist Radfahren eine schwierige Angelegenheit. Wer sich alleine auf einem Rad nicht mehr sicher fühlt, für den ist ein Tandem daher die perfekte Möglichkeit: Das Gleichgewicht halten, lenken und entscheiden – das übernimmt der Lenker. Man fährt entspannt und kann das gemeinsame Erlebnis genießen – und dabei genau so in die Pedale treten, wie der Lenker.
Simon selbst kann kein Fahrrad fahren. Der selbstbewussteund aufgeweckte Junge hat das Down- Syndrom. Mit einem Tandem fahren er und seine Mutter jetzt wieder täglich zur Schule. Hier auf dem Foto die ersten Runden mit Thomas, damals noch in Detmold.
Diese Ansprüche gehören für uns seit vielen Jahren zum Alltag, und wir sind selbst immer wieder überglücklich, wenn das einfache Handling, der kleine Wendekreis und das sichere Fahrgefühl Menschen wieder zum Radfahren bringt, die vielleicht schon nicht mehr daran geglaubt hatten.
Keine Angst vor kleinen Rädern
Genau diese, höchsten Ansprüche an das Fahrgefühl und die Benutzbarkeit eines Tandems zeigen uns immer wieder die Vorteile der 20“ Räder. Die geringere Kreiselkraft macht es leichter das Gleichgewicht zu halten. Der tiefere Schwerpunkt des ganzen Rades verstärkt das nochmals. Der Rollwiderstand ist geringer, die Federung dank der Hochdrucktechnologie ist besser als bei 24“ oder 26“ Rädern. Durch ihre geringere Größe sind 20“ Räder stabiler, bringen weniger Gewicht auf die Waage und das Rad wird insegesamt angenehm klein.
Für den Transport, aber auch für das Fahrgefühl: der kleinere Wendekreis macht unsere Tandems so leicht zu wenden, wie ein normales, großes Rad. Mehr Treten? Nein, auch das nicht – eine entsprechend andere Übersetzung macht 20“ Räder genau so effizient wie größere.
Und nicht zuletzt sind die Straßen heute um so vieles besser: Die 24“ Radgröße, die fast vor 100 Jahren für städtisches Kopfsteinpflaster und Hartgummi-Reifen eingeführt wurde, braucht heute keiner mehr. Wer ein praktisches Rad hat, das man leichter mitnehmen kann, fährt ohnehin viel mehr. Das berichten uns alle Kunden; von Faltrad über unser Dreirad bis zum faltbaren Lastenrad.