Wie man seinen Partner zum Tandemfahren bringt

Ein Tandem kaufen ist leicht, einen Partner zum Tandem-Partner machen ist schwer. Wir wollen Ihnen, weil wir das selbst lernen mussten, ein paar Dinge mit auf den Weg geben, damit Sie vermeiden können, dass Ihr Partner sich allzu schnell runtergestoßen fühlt.

Lektion 1: Niemand will gezogen werden.

Versuchen Sie von Anfang an zu vermeiden, dass der andere sich mit der Idee übertrumpft fühlt. Gerade, wenn Sie vielleicht sonst bei Radtouren die oder der Trainiertere sind, oder generell sportlicher – ihr Partner könnte, wenn Sie jetzt allzu begesitert mit dieser „Ich habe da eine gute“–Idee auftauchen, das Bild des Mitgezogenen vor Augen haben. Und das will niemand.

Zügeln Sie sich ein wenig, und gehen Sie behutsam vor.

Lektion 2: Unterstreichen Sie die gemeinsame Aktivität.

Auf dem Tandem rücken Sie buchstäblich näher zusammen. Viele haben Angst, der Schwächere zu sein – aber genau das Gegenteil ist der Fall! Ein Tandem ist perfekt geeignet, um selbst große Trainingsunterschiede auszugleichen! Das aber nur am Rande.

Wenn überhaupt, dann ist das Tandemfahren eine gemeinsame Aktivität, viel mehr noch als Sport. Und nach Aktivitäten ist man doch eher auf der Suche, oder? Fangen Sie doch einfach mal an, von Orten zu sprechen, die Ihr Partner mag, an die er sich wünscht. Das Tandem kann dann ganz zufällig in dieses Bild hereinfahren.

Lektion 3: Miesepeter nach vorne.

Manchmal hat man einfach einen schlechten Tag. Thomas und ich haben an diesen Tagen mit der Zeit etwas festgestellt. Ist einer von uns vor einer Tandemfahrt schlecht gelaunt, darf er auf keinen Fall hinten sitzen. Denn wer sich gerade schon nicht ganz auf der Höhe fühlt, bei dem sinkt die Laune noch schneller in den Keller.

Andersrum ist es, wenn man die Plätze tauscht. Gegen ein Stimmungstief helfen meistens schon ein paar Minuten „das Steuer wieder in der Hand halten“ und sich wieder größer fühlen. Deshalb haben wir diese einfache Regel entwickelt: Wer schlechte Laune hat, muss vorne sitzen. Der jeweils Gutgelaunte ist für die Einhaltung dieser Regel zuständig. Wir verraten Ihnen allerdings nicht, wer bei uns meistens welche Rolle hat.

Wer sitzt wo

Es gibt zwei Positionen auf dem Tandem: Den Lenker und den Stoker. Beide treten in die Pedale und steuern so zum Vorankommen bei. Lenker ist in aller Regel der oder die Vordere, es sei denn, wir haben mal wieder einen Spezialauftrag und einen Hinterlenker gebaut.

Probefahrt sagt mehr als tausend Worte

Organisieren Sie beispielweise einen Ausflug zum Bodensee und vereinbaren Sie einen Termin zur Probefahrt mit uns. Reden kann man über Fahrgefühl nämlich viel. Fahrgefühl erleben, das muss allerdings jeder selbst.

Und keine Sorge: Nach Jahrzehnten von Erfahrungen mit Tandem-Interessenten können wir Ihnen versichern: Es macht absolut süchtig.